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In stillem Gedenken an Werner Jumpertz

Ein Nachruf der Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel GmbH
 
Die Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel GmbH trauern um ihren ehemaligen Geschäftsführer Werner Jumpertz, der im Alter von 77 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert die Stadt einen Menschen, der den öffentlichen Nahverkehr über viele Jahre maßgeblich mitgestaltet und sich weit über seine berufliche Tätigkeit hinaus für das gesellschaftliche Leben in Brandenburg an der Havel engagiert hat.
 
Werner Jumpertz wurde am 2. Juli 1949 in Köln geboren. Nach seinem Studium zum Diplom-Verwaltungswirt führte ihn sein beruflicher Weg über die Stadt Köln, die Flughafen Köln/Bonn GmbH und die Chemnitzer Verkehrs-Aktiengesellschaft schließlich nach Brandenburg an der Havel. Von 1998 bis 2015 stand er an der Spitze der Verkehrsbetriebe und prägte damit über 17 Jahre die Entwicklung des städtischen Nahverkehrs.
 
In seine Amtszeit fielen wichtige Weichenstellungen für die Mobilität in der Havelstadt. Der neue Betriebshof in der Upstallstraße, der im Jahr 2000 seinen Betrieb aufnahm, schuf eine gemeinsame Basis für den Straßenbahn- und Busverkehr. Mit dem Zentralen Omnibusbahnhof am Hauptbahnhof, der 2013 offiziell eröffnet wurde, erhielt der städtische und regionale Busverkehr einen modernen, zentralen Umsteigepunkt. Auch die Weiterentwicklung der Fahrgastinformation, der Serviceangebote und der Infrastruktur gehörte zu den Veränderungen, die den Nahverkehr in Brandenburg an der Havel in diesen Jahren weiterentwickelten. Und auch wenn Werner Jumpertz die konkrete Anschaffung neuer Straßenbahnen nicht mehr selbst verantwortete, legte er mit seiner Arbeit die Grundlage für die gemeinsame kostengünstigere Beschaffung der Škoda-Straßenbahnen zusammen mit Frankfurt/Oder und Cottbus. Nicht nur damit reichte sein Wirken über seine Amtszeit positiv hinaus und trug zur Zukunftsfähigkeit des Brandenburger Straßenbahnverkehrs bei.
 
Doch Werner Jumpertz war weit mehr als ein Geschäftsführer, der Verantwortung für Mitarbeiter, Fahrzeuge, Fahrpläne und betriebliche Abläufe trug. Er war ein Mensch, der die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern suchte und sich nicht hinter seinem Posten versteckte. Ob bei der Weihnachtsmannparade, beim Busballspiel „Fahrer gegen Pfarrer“, Betriebshoffesten oder bei anderen Veranstaltungen des städtischen Lebens – er war präsent, ansprechbar und mittendrin. Er verstand es, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, zuzuhören und Verbindungen zu schaffen.
 
Dabei blieb er stets seiner rheinischen Herkunft verbunden, mit Herzlichkeit, Humor und einer offenen Art, die Menschen für sich einnahm. Aus seiner beruflichen Aufgabe wurde eine tiefe persönliche Verbundenheit mit Brandenburg an der Havel und seinen Menschen. Hier fand er eine zweite Heimat.
 
Sein Engagement endete nicht an den Grenzen des Unternehmens. Auch im Stadtsportbund und im Karneval brachte er sich ein und bereicherte damit das gesellschaftliche Leben der Stadt. Dieses Engagement zeigte, was ihm wichtig war: Gemeinschaft, Zusammenhalt und die Freude daran, gemeinsam etwas zu bewegen.
 
Auch innerhalb der VBBr wurde Werner Jumpertz sehr geschätzt. Er war dort jahrelang Vorsitzender des Beirates der Verkehrsunternehmen und gestaltete in dieser Tätigkeit die Entwicklung des VBB maßgeblich mit. Für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für Kolleginnen und Kollegen sowie für viele Wegbegleiter war er nicht nur der Geschäftsführer, sondern ein Mensch, dem der persönliche Kontakt etwas bedeutete. Die Verbundenheit zu seinem Unternehmen und den Menschen, die den Nahverkehr Tag für Tag möglich machen, war ein prägender Teil seines Wirkens.
 
Mit Werner Jumpertz verlieren die VBBr einen ehemaligen langjährigen Geschäftsführer, der das Unternehmen über viele Jahre geführt und seine Entwicklung begleitet hat. Die Stadt Brandenburg an der Havel verliert einen engagierten Mitbürger, der sich in ihr zu Hause fühlte und das öffentliche Leben mit seiner Persönlichkeit bereicherte.
 
Die Erinnerung an Werner Jumpertz wird bleiben – in den Spuren, die er im Brandenburger Nahverkehr hinterlassen hat, in den Begegnungen mit den Menschen dieser Stadt und in den persönlichen Erinnerungen seiner ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, seiner Freunde und Wegbegleiter.
 
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seiner Partnerin und allen Menschen, die ihm nahestanden.
 
Wir werden Werner Jumpertz in dankendem und ehrendem Andenken behalten.
 
 
Die Belegschaft, der Betriebsrat und die Geschäftsführung der
Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel GmbH

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