Aktionsplan des Aufsichtsrates der TWB und der Geschäftsführung der VBBr zur Sicherstellung der ÖPNV-Qualität in unserer Stadt

Der Aufsichtsrat der TWB und die Geschäftsführung der VBBr haben gestern erneut zu den anhaltenden Fahrtenausfällen der VBBr beraten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates machten in ihrer Lageschilderung deutlich, dass die ÖPNV-Qualität der letzten Monate in unserer Stadt bei weitem ihre Erwartungen verfehlt und für die Stadtbevölkerung, insbesondere was die Lücken im morgendlichen Schülerverkehr anbelangt, teilweise nicht mehr zumutbar ist.

Eine gemeinsame Analyse der Daten ergab sodann, dem stark gestiegenen Krankenstand bei der VBBr ist mit Blick auf eine zügige Wiederherstellung einer berechtigt erwarteten Verlässlichkeit des Fahrplanes grundsätzlich nur mit zusätzlichen personellen Ressourcen und anderen begleitenden Maßnahmen zu begegnen. Diese hat der Aufsichtsrat nun auf den Weg gebracht. Dennoch werden Leistungseinschränkungen kurz und mittelfristig nicht auszuschließen sein.

Folgende Maßnahmen hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit der Geschäftsführung erarbeitet:

  1. Fokussierung der Ressourcen der VBBr in der Reihenfolge morgendlicher Schülerverkehr, nachmittäglicher Schülerverkehr, den Anschluss aller Ortsteile und eine verlässliche Grundbedienung 
  1. Sofortige Aufstockung des Solls für das Fahrpersonal der VBBr in 2022 von 98 auf 110 Fahrbedienstete 
  1. Anhebung des Solls Fahrpersonal der VBBr von 98 auf 110 Fahrbedienstete auch für 2023 
  1. Gewinnung von Omnibus-Fahrern und Straßenbahn-Fahrern über eigene Einstellungen und im Rahmen von Arbeitnehmerüberlassungen 
  1. Moderate finanzielle Anreize zur sofortigen Verbesserung der Flexibilität zwischen Fahrgastbedarf und bestehender Dienstplanung sowie zur Würdigung besonderer Leistungen im Fahrdienst in 2022 
  1. Langfristige moderate Anreize zur Erhöhung der Flexibilität zwischen Fahrgastbedarf und Dienstplanung sowie zur Würdigung besonderer Fahrleistungen im Fahrdienst in 2023 ff. 

Aufsichtsrat und Geschäftsführung sind der gemeinsamen Überzeugung, dass mit den genannten Maßnahmen in den nächsten Wochen eine spürbare Besserung der Situation eintreten wird. Dabei haben sie auch im Blick, die erwünschte grundlegende Besserung kann wesentlich nur über neue zusätzliche Fahrdienstmitarbeiter erfolgen, die zuvor vom Arbeitsmarkt gewonnen werden müssen. 

 

Jean Schaffer – Vorsitzender des AR der TWB                     Jörg Vogler – Geschäftsführer der VBBr

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